gutartige Bindegewebswucherung nach Verletzung oder Operation, die über den eigentlichen Narbenbereich hinaus wächst. Wulstnarben entstehen besonders häufig nach Verbrennungen oder Verätzungen, aber auch bei Akne, bakteriellen Wundinfektionen oder Operationswunden. Eine erbliche Veranlagung wird vermutet. Kinder, Jugendliche und Frauen sind häufiger betroffen. Gelegentlich entstehen Wulstnarben auch ohne erkennbaren äußeren Reiz (Spontankeloid). Wochen bis Monate nach der Verletzung entwickeln sich derbe, platten- oder wulstartige Bindegewebsstränge mit glänzender Oberfläche. Sie sind anfangs hochrot und blassen mit längerem Bestehen meist etwas ab. Eine Behandlung hat nur bei frischen, noch rötlichen Veränderungen Aussicht auf Erfolg. Therapieversuche werden gemacht mit lokalen Kortisoninjektionen, Druckverbänden, Narbensalbe (z. B. Contractubex®) oder Röntgenbestrahlung.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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