Stocken der Blutzirkulation.
Ursache: Hervorgerufen wird der Kreislaufstillstand durch ein Versagen der Pumpfunktion des Herzens, entweder aufgrund einer unterbrochenen Reizüberleitung auf den Herzmuskel oder aufgrund von Herzrhythmusstörungen. Auslöser sind meist Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (z. B. bei koronarer Herzkrankheit oder Herzinfarkt). Selten sind Entzündungen des Herzmuskels, Sauerstoffmangel (z. B. bei einer Lungenembolie) oder zu niedrige bzw. zu hohe Spiegel der Blutsalze, v. a. des Kaliums, verantwortlich.
Befund: Der Sauerstoffmangel macht sich zuerst im Gehirn bemerkbar und führt zu einem Kollaps und Bewusstlosigkeit, die Pupillen weiten sich (Mydriasis) und Krampfanfälle treten auf. Die Pulse an der Hals- und Leistenschlagader sind nicht zu tasten. Ein Atemstillstand tritt ein und die Haut verfärbt sich blau.
Behandlung: Der Kreislaufstillstand ist eine lebensbedrohliche Situation und erfordert umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen zur Wiederherstellung des Kreislaufs, v. a. Freimachen der Atemwege, Beatmung und Herzdruckmassage (Wiederbelebung). Das weitere Vorgehen richtet sich nach der Ursache des Kreislaufstillstands. Schnelle Herzrhythmusstörungen können durch einen Stromstoß (Defibrillation), langsamer Herzschlag und eine unterbrochene Reizüberleitung durch einen Herzschrittmacher und Medikamente zur Beschleunigung der Herzfrequenz behandelt werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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