Sammelbegriff für Krankheitserscheinungen, die durch übermäßige Vitaminzufuhr bedingt sind. Eine Hypervitaminose ist nur bei den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K möglich, da diese anders als wasserlösliche Vitamine bei übermäßiger Zufuhr nicht über die Niere ausgeschieden, sondern im Körper gespeichert werden.
Ursache: Hypervitaminose entstehen meist durch Überdosierung mit Vitaminpräparaten.
Befund: Bei einer Überdosierung von Vitamin A kann es akut zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz und Schwindel kommen. Besteht die Hypervitaminose über einen längeren Zeitraum, können trockene Haut und Schleimhäute, Haarausfall, Knochenhautschwellungen, Blutungen, neurologische und psychische Störungen auftreten. Eine schädigende Wirkung auf das ungeborene Kind wird diskutiert. Vorsichtshalber wird Schwangeren empfohlen, den Verzehr von Leber, die relativ viel Vitamin A enthält, zu meiden. Eine Überdosierung von Vitamin D kann zur Entkalkung der Knochen und in extremen Fällen zu Kalkeinlagerungen in »weiche« Gewebe, z. B. Herz, Gefäße, Lunge und Niere, führen. Eine Vitamin-K-Überdosierung ist sehr selten. Bei sehr hohen Dosen von Vitamin E werden Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Erschöpfung und Muskelschwäche beobachtet. Die Symptome bilden sich nach Einschränken der Vitaminzufuhr fast immer zurück.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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