Schädigung des Ungeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter. Die Alkoholembryopathie ist eine der häufigsten Ursachen für eine angeborene geistige Behinderung. In Deutschland sind pro Jahr ca. 1 000 Kinder betroffen. Der Schweregrad ist abhängig von der Menge und Dauer des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft. Es gibt Hinweise, dass selbst kleine Mengen Alkohol in der Schwangerschaft schädlich für das Ungeborene sind.
Befund: Die Kinder sind bei der Geburt zu klein, der Kopfumfang ist geringer als bei gesunden Neugeborenen. Typisch sind die Gesichtszüge mit kurzen Lidspalten, schmalen Lippen, breitem Nasenrücken und fliehendem Kinn. Häufig kommen auch Fehlbildungen der inneren Organe vor, v. a. des Herzens, der Nieren und der Genitalien. Körperliche und geistige Entwicklung sind beeinträchtigt, die Kinder neigen zu Verhaltensauffälligkeiten, z. B. Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen.
Behandlung: Krankengymnastik und Frühförderung des Kindes, z. B. Logopädie, Ergotherapie, Beschäftigungs- und Verhaltenstherapie, wirken sich günstig auf die Entwicklung aus.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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